Hallo, ich bin Hakan.

Mein Weg mit den Hunden war alles andere als geradlinig. Ich bin in der Türkei aufgewachsen, in einem Umfeld, in dem Hunde aus kulturellen und religiösen Gründen oft missverstanden werden. Viele Menschen haben dort kaum Berührungspunkte mit ihnen, aber bei mir war das anders. Mein Interesse war so groß, dass ich in der Türkei Veterinärmedizin studierte, bevor ich im Jahr 2007 für meine Doktorarbeit nach Deutschland kam. 
Ich hatte vor meinem ersten eigenen Hund großen Respekt, weil ich kaum praktische Erfahrung in Hundetraining hatte und auch in Vollzeit berufstätig war. 
Vor elf Jahren hörte ich zum ersten Mal vom Nova Scotia Duck Tolling Retriever (NSDTR), der kleinsten Retriever Rasse, die es gibt. 
Ich war fasziniert, habe mich aber schlichtweg nicht getraut, weil im Internet überall zu lesen war, dass diese Rasse nicht für Anfänger geeignet sei.

Hundegestützte Interventionen

Statt eines NSDTR zog 2015 mein Seelenhund Coffee bei mir ein, ein Flat Coated Retriever. Mit ihm wuchs mein Wunsch, die Beziehung zwischen Mensch und Hund noch intensiver und auf einer wissenschaftlichen Basis zu verstehen. 
Im Jahr 2020 war dann zog ein zweiter Flat Coated Retriever, Cello ein und ich absolvierte meine Weiterbildung im Bereich der hundegestützten Interventionen. Eine zeitlang war ich mit Cello als Ehrenamtler in Altenheimen unterwegs.

 

Hundetraining

Mit diesem stabilen Fundament war ich endlich bereit für meinen Traum. 2022 zog mit Chili mein erster eigener Toller bei mir ein. Im Mai 2023 folgte dann der erfolgreiche Abschluss meiner Ausbildung zum Hundetrainer.

Heute kombiniere ich mein Wissen aus der Tiermedizin mit modernem Hundetraining. Meine Schwerpunkte im Training liegen neben dem allgemeinen Alltagstraining und der Verhaltens-Beratung, im Dummytraining, Medical Training und Anti-Giftköder-Training.

Dieses Engagement geht für mich über den Trainingsalltag hinaus. Als Mitglied der Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung e.V. (GKF) unterstütze ich aktiv die wissenschaftliche Arbeit, die unseren Hunden zugutekommt. Die GKF wurde 1994 mit dem Ziel gegründet, Forschung für den Hund finanziell zu unterstützen mit einem Spektrum, das von der Molekulargenetik über die Tumorforschung bis zur Verhaltensbiologie reicht. Ihr zentrales Anliegen ist es, durch unabhängige und wissenschaftlich fundierte Forschungsförderung nachhaltig zur Gesundheit und zum Wohlbefinden von Hunden sowie zu einer verantwortungsvollen Hundezucht beizutragen und wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur zu gewinnen, sondern diese auch praxisnah zugänglich zu machen.

Für mich als Tiermediziner und Hundetrainer ist diese Mitgliedschaft eine Herzensangelegenheit. Gesunde Hunde beginnen mit verantwortungsvoller Zucht und verantwortungsvolle Zucht braucht Wissenschaft. Nur durch gezielte Forschung lassen sich Erbkrankheiten erkennen, Gentests entwickeln und Rassegesundheit langfristig verbessern. Doch damit hört es nicht auf: auch modernes Hundetraining lebt von wissenschaftlichen Erkenntnissen über Verhalten, Lerntheorie und die Bedürfnisse des Hundes. Wer Hunde züchtet und trainiert, trägt Verantwortung und die lässt sich nur mit fundiertem Wissen wirklich gerecht werden.

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